
... strömten aus ganz Österreich zahlreiche Chorbegeisterte und etliche Orchestermusiker zum herbstlichen Chorwochenende nach Bogenhofen. Die Proben von Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2, „Lobgesang“, verlangen volle Konzentration und Aufmerksamkeit. Auf Grund der Anwesenheit einiger Neu- und Wiedereinsteiger waren Chor und Orchester wirklich sehr gut besetzt.
Im Jahr 1839 erhielt Felix Mendelssohn Bartholdy vom Rat der Stadt Leipzig den Auftrag zur Komposition eines sinfonischen Werkes mit Chor. Die 400-Jahr-Feier der Erfindung von Johann Gutenbergs Buchdruck mittels beweglicher Lettern sollte auch musikalisch gewürdigt werden. Der „Lobgesang“ wurde in einem großen Festkonzert am 25. Juni 1840 in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt. Das Licht des vielfach gedruckten göttlichen Wortes vertreibt die Finsternis - das ist der zentrale Angelpunkt des Werkes. Die Stricke des Todes (Psalm 116), die Finsternis und die Nacht (Jes. 21:11-12) der Tenor Arie (Nummer 6) werden vom Chor (Nummer 7) durch das paulinische Bild der Waffen des Lichts (Röm. 13:12) aufgelöst. Mendelssohn schreibt dazu in einem Brief: „Zur Einleitung des Chores ‚Die Nacht ist vergangen‘ habe ich Worte in der Bibel gefunden, die sind schöner gar nicht denkbar, und passen, als wären sie für diese Musik gedichtet …“.
Feedback einer Sopran-Sängerin: "Es war total schön! Gemeinsam mit dem Orchester, wie eindrucksvoll das klingt, wenn alle vier Stimmen mit dem Orchester singen, Gänsehautfeeling ..."
Einer der jungen Orchester-Mitglieder meinte: "Krass, dass wir es am Anfang schon so gut konnten, wir haben neu begonnen, ich hatte eigentlich gedacht, dass es am Anfang schwer sein wird ..."
Monika Tarita, eine unserer Chorleiterinnen, meinte: "Die Probe am Sabbat am Abend mit dem Orchester vom Chor Nr. 4, ohne vorheriger Einzelstimmen-Probe, also vom Blatt gesungen, und dabei auch noch die Dynamik berücksichtigt – das war eine tolle Leistung!"
Zuletzt Heinz Schaidinger selbst am Ende einer gelungenen Probe: „Ihr habt mir heute ein großes Geschenk gemacht!“ Und ein besonderes Lob bekamen die sechs Orchestermitglieder, die NOCH NICHT 15 Jahre alt sind!
Gaby und Helfried Scheifinger